Manchmal fühlt sich das Leben mit einem ADHS-Kind an wie ein Sturm, der einfach nicht aufhört 🌊
Genau deshalb haben wir ein Konzept für unsere ADHS-Eltern-Selbsthilfegruppe entwickelt.
Einen Fahrplan, der Halt geben soll, wenn alles andere wackelt.
Und den wir als Gruppenleitung gemeinsam tragen und mit Leben füllen.
💡 Herzstück unseres Konzepts ist ein Leuchtturm.
Für uns steht er für den Alltag vieler Familien:
Chaos. Emotionen. Überforderung.
Sich verlieren im Sturm.
Aber auch für das, was wir hier gemeinsam finden möchten:
Orientierung. Halt. Hoffnung.
Ein Licht, das zeigt:
Du bist nicht allein.
Zum Ankommen und Durchatmen:
Wie geht es mir gerade?
Was beschäftigt mich?
Was brennt zuhause?
Neue Mitglieder bekommen hier bewusst mehr Zeit für ihre Vorstellung.
Alle Themen werden gesammelt, aufgeschrieben und sichtbar gemacht.
Nicht geschaffte Themen kommen auf unseren „Parkplatz“ — sie gehen nicht verloren.
Gemeinsam entscheiden wir, welches Thema an diesem Abend den Raum bekommt, den es braucht.
In die Negativ-Box darf alles hinein, was schwer war:
Wut
Überforderung
Schuldgefühle
Konflikte
In die Positiv-Box kommen bewusst auch die kleinen Momente, die gut liefen 🌱
Und genau hier beginnt die Selbstreflexion.
Sich ehrlich mit sich selbst zu beschäftigen ist schwer.
Hinsehen tut weh.
Aber auch das Positive wahrzunehmen fällt oft schwer, weil wir im Alltag mit ADHS-Kindern so sehr im Funktionsmodus sind.
Deshalb lesen wir die positiven Dinge am Ende gemeinsam vor.
Als Erinnerung daran, dass es trotz aller Herausforderungen auch Lichtmomente gibt — kleine Leuchttürme im Alltag.
Die erste Umsetzung unseres Konzepts war noch etwas holprig (ADHS halt 😅), aber wir spüren, dass darin viel Potenzial steckt.
Mit viel Herzblut, Kreativität und persönlichem Engagement entwickeln wir unsere Gruppe und unser Konzept gemeinsam immer weiter.
Das Thema AD(H)S und der Austausch unter betroffenen Familien sind für uns eine echte Herzensangelegenheit.
Wir müssen diesen Sturm nicht alleine aushalten.